Cannabutter selber machen ist einfacher als gedacht — und die Grundlage für so gut wie jedes Cannabis-Rezept. Ob Kekse, Kuchen oder herzhafte Gerichte: Mit Cannabis versetzte Butter (auch Haschbutter genannt) ist der beliebteste Weg, um Cannabis zu essen. In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du Cannabutter herstellst, welche Dosierung richtig ist und worauf du bei der Temperatur achten musst.
📑 Inhaltsverzeichnis
- Was ist Cannabutter und warum braucht man sie?
- Cannabutter Dosierung: Wie viel Gras braucht man?
- Die drei wichtigsten Temperaturen für perfekte Cannabutter
- Cannabutter Rezept: Schnelle Methode mit decarboxyliertem Cannabis
- Cannabutter aus rohem Hanf: Die klassische Methode
- Profi-Tipp: Cannabutter als Ghee (geklärtes Butterfett)
Was ist Cannabutter und warum braucht man sie?
Viele glauben, Cannabis müsse man immer in Butter auflösen, damit es wirkt. Das ist praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Der menschliche Körper absorbiert Pflanzenstoffe zuverlässig, solange diese ordentlich zerkleinert wurden. Fett hat aber klare Vorteile: Es verteilt den Wirkstoff gleichmäßig im Gericht — wichtig, wenn etwa eine Anzahl von Keksen dieselbe Menge THC erhalten soll. Außerdem halten sich Cannabinoide in Fett sehr lange, tiefgefroren sogar nahezu unbegrenzt.
Als Basis eignen sich nicht nur Butter, sondern alle lipophilen Trägerstoffe: Kokosöl, Olivenöl, jedes Pflanzenöl oder tierische Fett. Entscheidend ist, dass THC und CBD vor dem Verzehr decarboxyliert (wärmebehandelt) werden.
Cannabutter Dosierung: Wie viel Gras braucht man?
Bei vollständig decarboxyliertem Cannabis mit 8–12 % THC reichen schon kleine Mengen:
- 0,2 Gramm — spürbare, leichte Wirkung (Einsteiger)
- 0,5 Gramm — starke Dosis (Erfahrene)
- 1,0 Gramm — nur für sehr fortgeschrittene Konsumenten
- 2 Gramm Cannabutter — sehr starke Dosis, nur mit Vorsicht
Viele Cannabutter-Rezepte und Erfahrungsberichte gehen von deutlich höheren Dosen aus. Das liegt oft daran, dass der Wirkstoff nicht vollständig decarboxyliert wurde — oder beim Backen schlichtweg verbrannt ist.
Die drei wichtigsten Temperaturen für perfekte Cannabutter
Im Umgang mit Cannabis und Butter sind drei Temperaturpunkte entscheidend:
- 120 °C — Eiweiße in der Butter verbrennen, sie wird ungenießbar
- 120–140 °C — optimaler Bereich für die Decarboxylierung (THC und CBD werden aktiviert)
- Ab 160 °C — THC beginnt zu verdampfen und geht verloren
Die goldene Regel: Gras bei 140 °C decarboxylieren, danach in Butter lösen (unter 120 °C) und Backwaren nicht heißer als 160 °C backen.
Cannabutter Rezept: Schnelle Methode mit decarboxyliertem Cannabis
Wenn du bereits decarboxyliertes Cannabis hast, ist die Herstellung denkbar einfach: Das aktivierte Material muss nur eine Viertelstunde in warmer Butter ziehen. Je feiner gemahlen, desto schneller löst sich der Wirkstoff.
Bei decarboxyliertem Haschöl reicht es, dieses in warmem Fett zu schwenken, bis sich das Harz aufgelöst hat. Gegrindete Kräuter, die man nicht mitessen will, sollten eine halbe Stunde in der Cannabutter ziehen — idealerweise in einer Schüssel über kochendem Wasserbad. Tipp: Packe die Kräuter in einen Teefilter, um sie anschließend leichter herauszutrennen.
Cannabutter aus rohem Hanf: Die klassische Methode
Wenn das Gras vorher nicht decarboxyliert wurde, muss die Hanfbutter im Wasserbad deutlich länger ziehen — mindestens eine Stunde. Die traditionelle „grüne Butter“ kocht sogar vier Stunden. Dabei werden Schnittreste verwendet und die lange Kochzeit stellt sicher, dass der Wirkstoff decarboxyliert und sich auch aus Stängeln und Blättern vollständig löst.
Dazu werden die Pflanzenteile und Butter in einem Topf voll Wasser vier Stunden sanft gekocht. Anschließend das Ganze über ein Sieb gießen, um die Pflanzenteile abzuseien. Sobald es kalt geworden ist, schwimmt feste Cannabutter auf der Wasseroberfläche und kann abgeschöpft werden. Normalerweise werden 50 Gramm oder mehr Pflanzenteile und mehrere Päckchen Butter verwendet.
Profi-Tipp: Cannabutter als Ghee (geklärtes Butterfett)
Wer THC gleichzeitig lösen und decarboxylieren will, kann die Butter zu hitzebeständigem Ghee klären. Dazu wird die Butter vorsichtig erhitzt und der aufsteigende Schaum abgeschöpft, bis keine Bläschen mehr aufsteigen. Das Ergebnis ist ein herrlich nussiges, aromatisches Produkt — bei Indern und Goa-Reisenden als „Bang Ghee“ bekannt.
In geklärtem Butterfett kann Cannabis direkt bei 140 °C innerhalb einer Viertelstunde decarboxyliert und gelöst werden. Der moderne Hanfkoch benutzt dafür übrigens eine Fritteuse — der Thermostat hält immer die richtige Temperatur.
Häufige Fragen zur Cannabutter Herstellung
Wie viel Gramm Cannabis braucht man für Cannabutter?
Für eine Einzelportion reichen 0,2–0,5 g decarboxyliertes Cannabis. Für ein Päckchen Butter (250 g) werden typischerweise 3–7 g verwendet, je nach gewünschter Stärke. Mit 2 Gramm pro Portion erhältst du bereits eine sehr starke Wirkung.
Wie lange hält sich Cannabutter?
Im Kühlschrank hält sich Cannabutter etwa 2–3 Wochen. Eingefroren bleibt sie mehrere Monate wirksam, da Cannabinoide in Fett sehr stabil sind. Achte auf einen luftdichten Behälter.
Kann man statt Butter auch Kokosöl verwenden?
Ja — Kokosöl eignet sich sogar besonders gut, da es einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren hat, die Cannabinoide effizient binden. Die Herstellung funktioniert identisch wie mit Butter. Auch andere Fette und Öle sind als Basis geeignet.






















